Vorträge
AMAZONIEN - Zu Fuß, per Floß und Boot ins Paradies der grünen Hölle
Über die Anden hinab in die unendliche Weite Amazoniens, einem Gebiet von der Größe Australiens, entlang am wasserreichsten Fluss unseres Planeten führt Sie dieser Live-Vortrag. Über 1000 Nebenflüsse verleibt sich der Amazonas auf seinem Weg zum Atlantik ein. Bereits auf dem Weg abwärts durch die Anden bestimmt das Wasser Weg und Reiserhythmus der sächsischen Survival- und Outdoortrainer Ilka Sohr und Torsten Roder. Sie blicken zurück auf ein Jahrzehnt an Erfahrungen und Abenteuern - ohne Netz und doppelten Boden - in Bolivien, Kolumbien, Peru, Venezuela, Ecuador und Brasilien. Schwerpunktthema des ersten Vortragteils ist die Erstbefahrung des Urwaldflusses Quiquibey in Bolivien im eigenen Schlauchboot. Weiter geht's zu Fuß, mit Eigenbauflößen, auf Amazonasdampfern, LKWs, klapprigen Flugzeugen und überfüllten Bussen der Urwaldmetropole Manaus entgegen.
Im zweiten Teil berichten sie nicht nur vom aktuellen Stand ihrer Projektarbeit in Bolivien, sondern auch von ihrem abenteuerlichen Aufstieg in die verlorene Welt der Tafelberge im Süden Venezuelas. 115 solche "Inseln der Zeit" haben Forscherteams entdeckt, nur wenige Gipfelplateaus sind überhaupt zu Fuß erreichbar. Schroffe, bis zu 1000 Meter hohe senkrecht aufragende Steilwände isolieren das unbesiedelte 700 qkm große Felsplateau des Auyan Tepui vom umliegenden Tiefland. Auf dem Nordteil dieses faszinierenden Berges entspringt mit 979 Metern Fallhöhe der Salto Angel - der höchste Wasserfall der Erde, das Ziel ihrer Reise.
"Für die komplette Tour durch Sumpfgebiete und dichteste Urwaldvegetation benötigten wir mehrere Wochen. Als ehrgeizige Sachsen wollten wir natürlich alles selber tragen - Ausrüstung und Proviant zum Beispiel. Schon der Einkauf auf den einheimischen Märkten war eine Herausforderung. Das Tragen sowieso, vor allem bei Klettereinlagen und Kriechtouren."
Das Ilka die "erste Deutsche" sei, welche die 190 Kilometer lange Tour ohne Träger und Begleitmannschaft bewältigt hat, erfuhren die Beiden erst hinterher von den Pemon- Indianern aus Kamarata...
(HDAV)